Die Geschichte Herschbachs/Eifel
Herschbach kann auf eine sehr lange Geschichte zurück blicken. Vor vielen hundert Jahren brannte es komplett ab, wurde wieder besiedelt. Vor dem zweiten Weltkrieg wurde es zwangsevakuiert, und wurde wieder besiedelt. Der letzte in Herschbach ansässige Pfarrer vor der Zwangsevakuierung im Jahr 1938 schrieb zur Erinnerung ein Buch "Herschbach - Kreis Ahrweiler" und schenkte es den Vertriebenen Einwohnern zum Abschied. Er recherchierte damals sehr viel und bediente sich verschiedenster Quellen, u. a. Sterbebücher der Pf. Herschbach, Urkunden, Protokolle des Archives des Erzbistums Köln, usw. Obwohl Herschbach erst im Mittelalter urkundlich erstmals erwähnt wird, ging Pfarrer Schug davon aus, dass Herschbach viel älter sein muss. Bereits im Jahr 762 schenkte der Franzosenkönig Pippin der Abtei Prüm einen Wald, die heutige Denn. In den Grenzbeschreibungen sind u. a. Teile der damaligen Pfarrei Kesseling, die ganze Pfarrei Herschbach, sowie ein Halbacher Hof (zwischen Herschbach und Kaltenborn) enthalten. Außerdem ist aufgrund von Einwohnerlisten, Handwerksverzeichnissen und der Buchführung über geleistete Abgaben, davon auszugehen, dass diese Menschen nicht allein in Kesseling gelebt haben können, sondern eben auch in Herschbach.
Herschbach besitzt eine Glocke aus der der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, also aus den Jahren 1201 - 1250. Es ist vielleicht die älteste Glocke der Eifel. Es war das Zeitalter der Mongolen unter Dschingis Khan und der Kreuzzüge, genauer, des vierten Kreuzzuges. Auf ihrer Kleidung trugen die Ritter damals das s. g. Kruckenkreuz, wie es auch auf unserer Glocke zu finden ist. Es heißt so, wegen dem Querbalken an den Enden, die an eine Krücke erinnern. Wegen des Kreuzes bekamen die Kreuzritter ihren Namen. Sie bereisten damals viele Länder, wie Spanien, Portugal, Italien und der Nahe Osten sowie Nordafrika, um sich gegen die Vertreibung der Christen durch die zunehmende islamische Expansion zu Wehr zu setzen. Wie und warum diese Glocke letztlich nach Herschbach kam, ist nicht überliefert.

